Deutsch  English  Espagnol  francaise
 

Zecken

Holzbock Ixodes ricinus    

Biologie:
Der Holzbock (im Volksmund oft auch nur "Zecke") gehört zu den Schildzecken und lebt vorwiegend an Gräsern und niederem Gesträuch in Mischwäldern und Feuchtgebieten.
Für die Entwicklung der Tiere ist die Aufnahme von Blut notwendig. Bei Bedarf klammern sie sich an vorbeistreifenden Wirten wie Wild-, Haustieren und Menschen fest und beginnen nach einiger Zeit mit dem Saugakt.
In erster Linie sind die Weibchen Blutsauger. Je nach Entwicklungs- und Sättigungsgrad sind sie 2 bis 14 mm groß, gelblichbraun, rotbraun oder graubraun.

Schaden:
Zeckenstiche führen zu Schwellungen und starkem Juckreiz. Bei unsachgemäßem Entfernen können Bestandteile der Mundwerkzeuge in der Haut verbleiben und zu Entzündungen führen.
Große Gesundheitsgefahr geht von Zecken als Überträger der Borreliose, einer bakteriellen Infektion und der FSME (Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis), einer Virusinfektion aus.

Tipp:
Beim Aufenthalt in zeckengefährdeten Gebieten ist es sinnvoll, möglichst viel Körperoberfläche mit Kleidung zu bedecken. Auch sollte man nach einem Spaziergang in der Natur den Körper nach Zecken absuchen und diese schnellstmöglich entfernen.
Bei Zeckenstichen ist es wichtig, auf Veränderungen der Haut um die Einstichstelle zu achten und notfalls einen Arzt aufzusuchen. Hält man sich in Gebieten auf, in welchen FSME verbreitet ist, sollte man sich vom Arzt beraten lassen, ob möglicherweise eine vorbeugende Impfung sinnvoll wäre.

Taubenzecke Argas reflexus     

Biologie:
Die Taubenzecke ist eine Lederzecke. Sie besitzt einen flachen, eiförmigen, bräunlich-roten Körper und ist als erwachsenes Tier 8 bis 11 mm groß.
Die Zecken haben einen langen Entwicklungszyklus, sind zu mehrjährigem Hungern fähig und können bis zu 10 Jahre alt werden. Ihre Hauptwirte sind in erster Linie verwilderte Haustauben. Sie leben häufig in deren Nestern in alten Gebäuden und dringen von dort in Dachwohnungen ein. Hier können sie unter Umständen sehr lästig für Menschen werden.

Schaden:
Die Taubenzecke saugt Blut vor allem von Jungtauben, Hühnern und Enten, was diese bei starkem Befall schwächen kann. So ist ihr Auftreten in Taubenschlägen und Hühnerställen unerwünscht.
Bei Mangel an geflügelten Wirtstieren wandern die Zecken in anliegende Wohnungen ein und befallen dort Menschen. Die Stiche verursachen heftigen Juckreiz und können zu eitrigen Entzündungen und schlecht heilenden Wunden führen. Bei entsprechend sensibilisierten Personen können mitunter schwerwiegende allergische Reaktionen ausgelöst werden.

Tipp:
Dachböden sollten gegen Tauben abgedichtet werden. Ein Befall mit Taubenzecken in Altbauten ist sehr schwer zu bekämpfen und sollte im Regelfall von professionellen Schädlingsbekämpfern durchgeführt werden.

zurück