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Flöhe und Läuse

Hundefloh Ctenocephalides canis 

Biologie:
Flöhe haben allgemein einen seitlich abgeflachten Körper und zu Sprungbeinen ausgebildete Hinterbeine, die ihnen eine enorme Sprungkraft ermöglichen. Ihre Farbe ist bräunlich bis schwarz. Die erwachsenen Tiere leben als Blutsauger auf Menschen, Säugetieren und Vögeln. Eier werden wahllos in der Umgebung von Wirtstieren abgelegt. Die fadenförmigen, madenähnlichen Larven werden ca. 5 mm lang, leben in Staub und Abfällen und ernähren sich dort von organischem Material. Die meisten Flöhe sind nicht auf das Blut einer einzigen Wirtsart angewiesen, sondern haben einen Hauptwirt und mehrere Nebenwirte. Ins menschliche Umfeld kommen sie zumeist durch Haustiere. Der Hundefloh hat eine Körperlänge von 1,5 bis 3 mm. Seine Hauptwirte sind Haushund, Fuchs und Wolf; Nebenwirte u.a. Mensch, Hauskatze und Hauskaninchen.

Schaden:
Flöhe verursachen schmerzhafte Stiche bei Menschen und Haustieren, die einen unangenehmen Juckreiz auslösen. Die Stiche liegen häufig in Reihe, da oft erst Probestiche vor dem Vollsaugen durchgeführt werden. Verschiedene Floharten waren für die Pestepidemien in früheren Jahrhunderten verantwortlich, da sie als Überträger des Erregers der Beulenpest von Ratten auf Menschen fungierten. Zudem können Flöhe Überträger von Bandwürmern auf Hunde und Katzen sein, wenn sie von den Haustieren zerbissen und verschluckt werden.

Katzenfloh Ctenocephalides felis 

Biologie:
Der Katzenfloh ist mittlerweile der häufigste Flohplagenerreger. Sein Hauptwirt ist die Hauskatze; Nebenwirte sind u.a. Haushund, Mensch und Ratten. Die erwachsenen Tiere werden 1,5 bis 3,2 mm lang. Weitere allgemeine Angaben zur Biologie sind beim Hundefloh beschrieben.

Schaden:
Der Schaden gleicht dem bei Hundefloh beschriebenen.

Menschenfloh Pulex irritans 

Biologie:
Mittlerweile relativ selten vorkommende Flohart, die sich an Menschen auch ohne Anwesenheit eines Hauptwirtes dauerhaft entwickeln kann. Hauptwirte sind in Europa Haushund, Fuchs und Dachs; als Nebenwirte kommen u.a. Mensch, Hauskatze, Hausschwein und Igel vor. Die Körperlänge des Menschenflohs beträgt 2 bis 4 mm. Weitere allgemeine Angaben zur Biologie sind beim Hundefloh beschrieben.

Schaden:
Der Schaden gleicht dem bei Hundefloh beschriebenen. Neben dem Pestfloh Xenopsylla cheopsis gilt der Menschenfloh als Hauptüberträger der in früheren Jahrhunderten auftretenden Beulenpestepidemien.

Kopflaus Pediculus capitis 

Biologie:
Die Weibchen der Kopfläuse sind bis 3,5 mm groß, die Männchen etwas kleiner. Die flügellosen Insekten haben klammerartige Beine, mit denen sie sich gut längs der Haare fortbewegen können. Ihre Farbe ist rötlich bis dunkelgrau. Sie sind gut an die Temperatur der Hautoberfläche angepasst (Optimum: 27° bis 30° C), leben ausschließlich von Blut und müssen mehrmals täglich saugen. Die Weibchen kitten ihre ca. 0,8 mm großen Eier (Nissen) sehr fest am Haaransatz an. Der gesamte Entwicklungszyklus vom Ei bis zum erwachsenen Tier dauert ca. 3 Wochen.

Schaden:
Kopflausbefall ist sehr unangenehm. Der Speichel, der beim Stechen und Saugen in die Kopfhaut gelangt, verursacht unangenehmen Juckreiz. Häufig kommt es zu lokalen Hautreaktionen, wie Rötungen oder Quaddelbildungen. Durch Kratzen gelangen oftmals Bakterien in die Wunden, was zu großflächigen Ekzemen führen kann. Die Übertragung von Läusen erfolgt meist in direktem Kontakt von Mensch zu Mensch oder durch die gemeinsame Nutzung von z.B. Hüten, Mützen, Tüchern, Kämmen, Bürsten, Handtüchern, Betten und Kleidungsstücken.

Tipp:
Bei Kopflausbefall sollten sofort Gegenmaßnahmen mit in Apotheken und Drogerien erhältlichen Produkten durchgeführt werden.

Staublaus Trogium pulsatorium und andere Arten 

Biologie:
Staub- und Bücherläuse sind ca. 1 bis 2 mm lange, lebhaft umherlaufende, harmlose Insekten, die nichts mit den blutsaugenden Kopfläusen zu tun haben. Sie kommen nur in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit vor. Ihre Farbe variiert von blaßgelb bis  dunkelfarbig. Sie ernähren sich von kaum sichtbarem Schimmelpilzrasen, der in zu feuchter Umgebung auftritt.

Schaden:
In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit verursachen Staub- und Bücherläuse beim “Abweiden” von nicht sichtbarem Schimmelpilzrasen Schabefraß an Papierwaren, wie z.B. Büchern, Akten und Tapeten. Dabei entsteht feiner Papierstaub. Man findet sie auch oft in großer Anzahl an zu feucht gelagerten muffigen Lebensmitteln und Drogen in Vorratsschränken. In frisch tapezierten, ungenügend ausgetrockneten Neubauwohnungen kommt es häufig zu Massenvermehrungen.

Tipp, Bekämpfung:
Die harmlosen Insekten können relativ einfach durch richtiges Heizen und Lüften bekämpft werden, da sie auf hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen sind.

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